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Üben, üben, üben!

Aufbau einer Präsentation, Nervosität

Üben, üben, üben!

Ihr Atem geht flach, Ihr Puls rast, Ihre Hände werden abwechselnd schwitzig oder kalt, langsam steigt Ihnen die Röte ins Gesicht und plötzlich der Aufruf: Sie sind der/die nächste auf der Bühne. Kennen Sie solche Ausdrücke von Nervosität? Sie erwischen Sie in den ungünstigsten Momenten und sorgen dafür, dass Ihre Stimme nicht so will wie Sie oder Ihr Kopf von jetzt auf gleich das Denken aussetzt.

Gegen jedes dieser Symptome gibt es entsprechende Maßnahmen, die Ihnen helfen können, diesmal geht es jedoch um die Bekämpfung der Ursache: Ihre Nervosität. Es gibt viele Ansätze, um seine innere Ruhe vor der Präsentation oder dem Vortrag wiederzufinden, die meisten davon sind kurzfristig und kommen unmittelbar vor Ihrem Auftritt zum Einsatz. Unsere Lösung ist langfristiger gedacht und setzt viel weiter vorne an – denn wir sind der Überzeugung, Übung ist die beste Medizin gegen Nervosität. Wie Sie am besten Ihre Präsentation üben und warum das so wichtig ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Warum das Üben Ihrer Präsentation wichtig ist

Fachwissen zu haben und Fachwissen vermitteln zu können, sind zwei Paar Schuhe. Wenn Sie einen Vortrag oder eine Präsentation halten sollen, wird bereits vorausgesetzt, dass Sie das entsprechende Wissen dazu haben und dass Sie der Experte darin sind. Um dieses Fachwissen auch an Ihr Publikum vermitteln zu können, bedarf es also neben der inhaltlichen und didaktischen Vorbereitung die Übung Ihrer Präsentation. Je häufiger Sie das, was Sie sagen möchten, im Vorhinein üben, desto sicherer werden Sie in Ihrer Vortragsweise – das Expertenwissen ist ja schon längst in Ihnen, es geht nur darum, wie Sie es rüber bringen. Und je besser Sie wissen, was Sie sagen möchten, desto weniger können Sie ein Blackout, ein Abschweifen vom Thema, ein Störfaktor aus dem Publikum oder schlichtweg Ihre Nervosität aus der Rolle bringen. Nur, wenn Sie das Thema zu 100 % beherrschen (das können Sie, davon gehen wir aus!) und Sie sich über den Ablauf und die Inhalte Ihrer Präsentation völlig im Klaren sind, treten Sie mit einer Sicherheit auf die Bühne, dass nichts und niemand Ihnen etwas anhaben kann. Warum dann also noch nervös sein?

Wie Sie Ihre Präsentation wirkungsvoll üben

Um diese komplette Sicherheit zu erlangen, braucht es, wie bereits erwähnt, Übung – immer und immer wieder, bis Sie Ihre Präsentation quasi im Schlaf kennen. Idealerweise haben Sie jemanden, mit dem Sie Ihre Präsentation üben können und der Ihnen Feedback gibt. Auch für das Üben alleine gibt es Möglichkeiten.

Inhaltliche Übung

Gehen Sie Ihre Präsentation mehrfach im Kopf durch. Was ist das Lernziel jedes Abschnitts? Was soll am Ende bei Ihren Zuhörern hängen bleiben? Überlegen Sie auch, wie Sie die Übergänge zwischen den Abschnitten gestalten und formulieren können. Welcher Gedanke verbindet die Abschnitte? Rufen Sie sich diese Gedanken immer wieder aufs Neue ins Gedächtnis, um die Gefahr von Blackouts – insbesondere bei ganz freien Vorträgen ohne Visualisierung – zu minimieren. Außerdem empfehlen wir Ihnen Stichwortkarten zu machen, am besten im Postkarten-Format. Der Vorteil davon ist, dass Sie diese mit einer Hand halten, schnell beiseite legen und auch wieder aufnehmen können. Im Unterschied zu Stichwortzetteln aus dünnem Papier wird über die festeren Karten Ihre Nervosität nicht so sichtbar.

Übung alleine

Wenn Sie sich Ihre Inhalte entsprechend anhand der Notizen oder Visualisierungen (PowerPoint, Flipchart o.Ä.) eingeprägt haben, stellen Sie sich vor einen Spiegel und tragen Sie Ihre Präsentation selbst vor. Achten Sie dabei auch auf Ihren Stand, Ihre Gestik und Mimik. Ist all das so, wie Sie wirken möchten? Lassen Sie sich jedoch nicht zu sehr davon ablenken. Auch diese Art der Übung können Sie vielfach wiederholen bis Sie sich richtig sicher fühlen. Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, nehmen Sie sich zusätzlich auf Video auf. Das hat den Vorteil, dass Sie hinterher aus der Außenperspektive bewerten können, ob Ihre Inhalte und Übergänge stimmig sind, an welchen Stellen es noch hakt oder wo Sie Ihren Stand und Ihre körperliche Wirkung noch verbessern möchten.

Übung vor anderen

Idealerweise suchen Sie sich zusätzlich einen Kollegen, Bekannten, Freund oder Freundin, dem Sie Ihre Präsentation zu Übungszwecken vortragen. Im Unterschied zum Vortrag vor Ihnen selbst kann es sein, dass Sie vor einem Zuhörer schon ein bisschen Nervosität verspüren und Sie annähernd unter Realbedingungen üben können – insbesondere wenn der- oder diejenige zu Ihrem Zielpublikum passt. Tragen Sie auch hier Ihre Präsentation mehrfach vor und ermöglichen Sie Ihrem Zuhörer nach jeder Runde Feedback zu geben und Fragen zu stellen. Greifen Sie das Feedback auf und arbeiten sie es in die nächste Version Ihres Vortrags ein.

 

Am Ende sollten Sie Ihre Präsentation so oft geübt haben, dass Sie sich wirklich sicher darin sind, was Sie auf der Bühne oder auch im Meeting sagen werden. Und weil Sie sich dessen so bewusst sind und auf alles vorbereitet sind, können Sie voller Selbstbewusstsein (=sich seiner selbst bewusst sein) auftreten und sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Sie werden merken, dass Ihre Nervosität Sie nicht mehr in Ihrer Präsentation beeinträchtigt und Sie ein Heilmittel dagegen gefunden haben: Übung. Und nun viel Freude und Erfolg beim Üben!

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