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09.02.2021

Lost or connected?

Nähe und Verbundenheit bewahren die Teamkultur. Der Schlüssel: Kommunikation!

Lost or connected?

Vergangenen Sonntag haben wir uns mal wieder mit unserem Nachbarn und Freund, Thomas, zum Laufen verabredet. Trotz der räumlichen Nähe sehen wir uns nicht oft und so gibt´s immer viel Neues zu erzählen.

Homeoffice ist für ihn richtig klasse! Er genießt es in seiner "Einsamkeit" konzentriert zu arbeiten und freut sich, dass nicht ständig jemand hereinschneit, der ihn vom arbeiten abhält. Nun, Thomas lebt alleine, sein Home-Arbeitsplatz ist optimal ausgestattet, es fällt ihm leicht seinen Tag zu strukturieren. Remote arbeiten und Menschen aus dem eigenen Unternehmen oder aus dem Kundenkreis über Video-Calls zu treffen...alles fein für ihn. 

Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse

Es gibt Teammitglieder, so wie unser Freund Thomas, die prima in ihrem Homeoffice klar kommen. Andere fühlen sich ohne die Gemeinschaft des Teams einsam und im Homeoffice abgekoppelt oder vermissen die im Büro vorhandenen Strukturen. Die nächsten setzen sich massiv unter Druck, weil sie glauben, sie müssten beweisen, dass sie zuhause (und damit nicht sichtbar) mindestens so viel arbeiten wie im Büro. Und wieder andere sind überfordert und erschöpft, weil sie Arbeit, Homeschooling und die Betreuung der Kinder zeitgleich zu wuppen haben. Und wie geht es den Teammitgliedern, die derzeit in voller Kurzarbeit sind?

Wir alle wissen, Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse und Lebensumgebungen. Und damit ist klar, dass in diesen Zeiten die einen mehr und die anderen weniger gut mit den veränderten Rahmenbedingungen zurechtkommen.

Die Aufrechterhaltung der informellen Kommunikation ist die größte Herausforderung bei der Führung im Homeoffice

Um so wichtiger ist die Frage, wie es Führungskräften gelingt, jedes Teammitglied, dessen Bedürfnisse und Lebenssituation im Blick zu haben. Das bedeutet auch, dass Führungskräfte und Teammitglieder zugleich gefordert sind, Beziehungen aufrecht zu erhalten und bestenfalls auszubauen. Vielleicht verabreden Sie sich hin und wieder zu einer virtuelle Kaffeepause? Der informelle Austausch, im Zwiegespräch oder im gesamten Team, verbessert die Kommunikation insgesamt und fördert das Verständnis füreinander. Das gilt um so mehr, wenn das Team physisch voneinander getrennt ist. Wir empfehlen, sich die Beziehung zu einzelnen Personen (Mitarbeiter*in, Chef*in, Kolleg*in) einmal genauer anzuschauen.

Unser Tipp: Das Beziehungskonto

  • Nehmen Sie ein leeres DIN-A4-Blatt und schreiben den Namen einer Person aus Ihrem Team in die Überschrift
  • Zeichnen Sie ein T-Kreuz auf und schreiben links: "was gebe ich" und schreiben rechts: "was bekomme ich"
  • Schreiben Sie alles auf, was Ihnen einfällt und ziehen Sie Bilanz und bewerten die Beziehung
  • Überlegen Sie, was Ihnen fehlt, was Sie sich von der Person wünschen würden
  • Im nächsten Schritt überlegen Sie, was Ihrem Teammitglied fehlen, was sich die Person von Ihnen wünschen könnte...und fragen Sie im nächsten Gespräch einfach mal nach :-)

Machen Sie den Versuch! Viel Freude im Gespräch...und seien Sie nicht überrascht, wenn sich die Beziehung verbessert :-). Das Ergebnis aus dem Beziehungskonto kann ebenso die Grundlage sein für die Vorbereitung auf das nächste (formelle) Mitarbeitergespräch.

Ein Beispiel:

Ich gebe

  • Klare Anweisungen
  • Anerkennung
  • Regelmäßige Termine für den fachlichen Abgleich
  • Projektbudget
  • Verantwortung
  • Handlungsspielraum
  • Vertrauen
  • konstruktives Feedback

Ich bekomme

  • Vertrauen
  • Regelmäßigen Statusbericht über Projekte und Budget
  • Loyalität
  • hält mir den Rücken frei
  • Ideen für Kosteneinsparung
  • ist zuverlässig
  • stellt gute Fragen
  • ...

Bewertung der Beziehung: [Von 1 = sehr gut bis 5 = mangelhaft]

Was mir fehlt:

  • mehr Leichtigkeit und Humor
  • mehr Eigeninitiative
  • mehr Durchsetzungskraft
  • ......

Was ihr/ihm fehlen könnte:

  • mehr Zeit für informellen Austausch
  • ……

Führungskompetenz bedeutet, dass neben fachlichem Know-how insbesondere persönliche, soziale und methodische Fähigkeiten der Leitungsperson gefragt sind. Wie versteht eine Führungskraft ihre Rolle und was tut sie, um Verbindungen und Strukturen in diesen Zeiten zu bewahren oder gerade jetzt weiter zu entwickeln? Wie kann die "motivorientierte Führung" für die eigene Lebenszufriedenheit und die Teammitglieder gewinnbringend eingesetzt werden? Wie gelingt mir als Führungskraft wertschätzende Kommunikation - auch auf Distanz - und wie führe ich qualitativ anspruchsvolle Mitarbeiter- und Zielgespräche?
 

Antworten auf diese und weitere Fragen gehen wir nach im Qnigge Führungstraining.

Im Training schaffen wir Räume für Entwicklung, Gedanken, Austausch und geben Anregungen, wie Führungskräfte sich selbst führen, um andere gut zu führen. 

Das 1. Modul startet am 19.+20.03.2021. Offline im Präsenztraining, wenn wir dürfen. Online, wenn wir müssen und öffentliche Veranstaltungen noch nicht erlaubt sind. Modul 2 folgt am 28.+29.05.2021, Modul 3 am 23.+24.07.2021.   

Wir haben noch 4 Seminarplätze zu vergeben. Sie erhalten bei Anmeldung bis 15.02.2021 einen Last-Minute-Bonus von 10% auf die Teilnahmegebühr. 

Alle Informationen, Konditonen und die detaillierten Seminarbeschreibungen der 3 Module finden Sie hier

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